Wattenmeer-Tiere aus nächster Nähe

20. Hafengeburtstag

Beeindruckende Taschenkrebse, filigrane Gespensterkrebse, gemütliche Seesterne und wunderschöne Blumentiere leben in unserem großen Nationalpark-Aquarium. Extra zum Lister Hafenfest suchten wir euch ein paar besonders schöne und spannende Tiere heraus und versorgten euch mit Infos und kleinen Anekdoten zu den einzelnen Arten direkt vor unserem Haupteingang. Kleine und große Wattenmeerfans kamen den ganzen Nachmittag über vorbeigeschlendert und tankten ein bisschen Naturwissen. Einige verweilten auch, um sich in aller Ruhe die verschiedenen Arten anzusehen und ihr Verhalten im Becken zu beobachten.

Ein Seestern mit sechs Armen

Diesen besonderen Besucher haben wir seit einigen Tagen in unserem Nationalpark-Aquarium. Eine Seltenheit, denn sechs Arme an einem Seestern ist eigentlich einer zu viel. Doch kann es durch eine Fehlbildung beim Nachwachsen vorher abgeschnürter Arme mal vorkommen. Seesterne sind nämlich in der Lage, ihre Arme zum Schutz bei Räuberkontakt abzutrennen. Nach einiger Zeit wächst dieser wieder nach. Bei diesem Exemplar ist während des Prozesses wohl etwas schiefgelaufen und aus einem sind zwei Arme entstanden.

Seestern mit sechs Armen

Ein Hummer für unser Nationalpark-Aquarium

Jan UllemeyerPaul Walter, der letzte Krabbenfischer von Sylt hatte das 1,7 Kilogramm schwere Tier am 12. Mai 2018 vor dem Ellenbogen im Netz gehabt und uns für unser Nationalpark Aquarium überlassen. Hummer sind in der Regel im Felswatt zuhause, in deutschen Gewässern also hauptsächlich vor Helgoland. »Es waren aufregende Wochen«, erinnert sich Jan Ullemeyer (Foto), Bundesfreiwilligendienstler im Erlebniszentrum Naturgewalten. »Ich habe mir Rat von verschiedenen Seiten geholt und auch viel gelesen über Hummer.« Jeden Morgen war Jans erster Gang zum Aquarium in unserem Außenbereich, um nach seinem Schützling zu sehen. »Anhand der Spuren im Sand konnte ich erkennen, ob er im Becken herumgelaufen ist oder nur ruhig dagesessen hat.« Da die Temperaturen im Becken durch die warme Witterung immer weiter stiegen und Hummer kaltes Wasser bevorzugen, entschieden wir uns, ihn im Juni wieder zurück zu geben.