Bus und Kultur kostenlos nutzen
Ab sofort gibt es ein neues Angebot für Sylter Hotels und Appartementvermieter: Die »SyltGo Mobility Kulturkarte«. Nicht nur die Urlauber profitieren von diesem Rundum-Sorglos-Angebot, sondern auch die Kultureinrichtungen, die Vermieter – und nicht zuletzt die Natur.
Die Kulturkarte ist eine Mischung aus dem bereits bekannten SyltGo Mobility Angebot, bei dem Vermieter über eine Umlage ihren Gästen ermöglichen, ohne zusätzliche Kosten die Linienbusse zu nutzen. Darüber hinaus ermöglicht die Karte den kostenfreien Eintritt zu sechs Natur- und Kulturangeboten: Erlebniszentrum Naturgewalten in List, Kampener Vogelkoje, Denghoog in Wenningstedt, Syltmuseum und Altfriesisches Haus in Keitum sowie Arche Wattenmeer in Hörnum, Initiatoren des neuen Angebots sind Moritz Bals von der gleichnamigen Appartement-Agentur, Tobias Lagmöller von der Adler-Reederei, Sven Lappoehn von der Sölring Foriining, Dennis Schaper von der Schutzstation Wattenmeer und Matthias Strasser von den Naturgewalten.
Beitrag zum Umweltschutz
Unterstützt wird das Projekt auch von Touristikern: »Uns geht es ganz konkret darum, die Insel weitgehend von den Verkehrsströmen zu entlasten«, sagt Margot Böhm, Vorsitzende des Lister Tourismusausschusses. »Wir wollen dazu anregen, dass beispielsweise Familien mit Kindern und Koffern ihr Auto auf dem Festland stehen lassen, mit dem Zug nach Sylt kommen – und hier dann unmittelbar eine für sie kostenfreie Anschlussmöglichkeit haben, mit dem Bus in ihre Unterkunft zu kommen.« Das sei ein unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz und zugleich ein ökologischer Mehrwert für die Gäste. Nicht zuletzt: »Das bedeutet ja auch stressfreie Mobilität für die Gäste – keine Parkplatzsuche, keine Staus.« Das sei ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz – und ein Mehrwert, der auch bei den Gästen gut ankomme. »Mobilität, friesische Kultur und Geschichte miteinander zu verknüpfen und für die Gäste kostenlos anzubieten, ist eine ideale Kombination«, sagt auch die Lister Kurdirektorin Maiken Neubauer. Sven-Olaf Seddig, Betriebsleiter der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG), freut sich insbesondere über die Entwicklung, die das Sylt-Go-Angebot genommen habe.
Die Verknüpfung aus öffentlichem Nahverkehr und Kulturangebot laufe im Test jetzt seit einem halben Jahr und habe sich bewährt. »Dadurch konnten wir es jetzt für alle öffnen.« Auch das Unternehmen selber sorge für Nachhaltigkeit: »Schon jetzt sind sieben unserer 24 Busse vollelektrisch«, sagt Seddig. An fünf 150-kWLadestationen könnten diese auch zwischendurch kurz geladen werden. Die Teilnahme an dem Angebot sei auch für Vermieter attraktiv. »Das ist ja ein Service, mit dem Anbieter auch werben können«, sagt Tobias Lagmöller von der SVG. »Eine Steigerung der Attraktivität der Unterkunft.«
Die Idee, öffentlichen Nahverkehr und Kultur miteinander zu verknüpfen, sei nicht neu, sagt Margot Böhm. »In anderen Destinationen, wie etwa dem Allgäu oder dem Schwarzwald, hat sich diese Kombination schon seit vielen Jahren sehr bewährt.«
Lohnend für Gäste
Hoteliers und Vermieter die an dem Programm teilnehmen möchten zahlen pro Gast und pro Übernachtung einen Betrag von 2,50€, die unter den Einrichtungen aufgeteilt werden.
Für die Gäste lohnt sich das Angebot: Denn allein der Besuch in den Naturgewalten in List kostet für eine Familie regulär 55 Euro. Und wie finanziert sich das neue Angebot? »Das ist eine Mischkalkulation«, sagt Böhm. »Erfahrungsgemäß nutzen nicht alle Gäste dann auch tatsächlich das Angebot – kommen dennoch mit dem Auto und nutzen die kulturellen Angebote nicht, weil sie andere Interessen haben.«
Wer Partner des Programms werden möchte, kann sich unter der Mailadresse info@naturgewalten- sylt.de, direkt an Matthias Strasser wenden. (shz.de)


