Eine Robbe am Strand – was tun?

Der erste Reflex beim Fund einer Robbe: Man möchte helfen. Doch nicht jede allein liegende Robbe ist ein mutterloser Heuler, der tatsächlich Hilfe benötigt. Die Beurteilung der Situation muss den Fachleuten überlassen werden. Daher unbedingt beachten:

  • größtmöglichen Abstand halten und nicht den Weg zum Wasser versperren, damit die Mutter wieder zu ihrem Jungtier finden kann.
  • Leise sein, um das Tier nicht zu beunruhigen.
  • Das Tier auf gar keinen Fall anfassen – auch zur eigenen Sicherheit, denn Robben können heftig beißen und Krankheiten übertragen.
  • Hunde und andere Tiere anleinen bzw. fernhalten, um dem Findling Stress zu ersparen und die Übertragung von Krankheiten zwischen Robbe und Hund bzw. anderen Tieren zu vermeiden.
  • Den Fundort via Robben.App melden, damit sich Fachleute um das Tier kümmern können.

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»Robben-App«

Mit der Robben.App kann jeder den Seehundjäger:innen dabei helfen dafür zu sorgen, dass die Robben und Wale bei uns an der Küste gut leben können. Wenn ein Tier gefunden wird, von dem man selbst glaubt, dass es Hilfe braucht, kann es mit der Robben.App gleich an die Seehundjäger:innen gemeldet werden. So kann man sicher sein, dass diese Expert:innen direkt alle Infos haben, die sie brauchen, um die Fundstelle schnell zu finden und das Tier zu erkennen www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/robbenapp.

»Heuler«

»Heuler« sind junge Seehunde im Alter von erst wenigen Tagen bis zu drei Wochen, also während der Säugezeit, wenn sie dauerhaft ihre Mutter verloren haben. Eine solche Trennung kann durch natürliche Ursachen wie Sommerstürme, Krankheit oder Tod der Mutter, aber auch menschliche Einflüsse zustande kommen. www.nationalpark-wattenmeer.de